4.3 Mobilität

Geschäftsverkehr

Die SQS zertifiziert Standorte weltweit. Audits und Verifizierungen werden mehrheitlich vor Ort durchgeführt. Das ist der wichtigste Grund, warum die Emissionen aus der Mobilität der Auditierenden der mit Abstand grösste Emissionstreiber sind. Auch 2025 schlugen sie mit einem Anteil von über 85% der Gesamtemissionen zu Buche. Davon wiederum entfielen über 80% auf den Flugverkehr. Die Anzahl Flugkilometer für das Jahr 2025 belief sich auf 1,498 Millionen Kilometer, was einem leichten Anstieg von rund 3,5% gegenüber dem Basisjahr 2024 mit 1,447 Millionen Kilometer entspricht.

Die Mobilität auf dem Boden veränderte sich im Jahr 2025 hingegen deutlich: Die zurückgelegten Kilometer mit Personenwagen (PKW) gingen im Vergleich zum Vorjahr um über 35% zurück. Die Anzahl Kilometer im Privatauto belief sich auf rund 740'000 Kilometer. Somit verringerten sich die Emissionen aus dem Geschäftsverkehr durch Privatautos um fast 80 auf knapp 140 tCO2e. Die Emissionen für die Nutzung des öffentlichen Verkehrs wurden mittels Spesenabrechnung und eines Proxys geschätzt. Sie nahmen gegenüber dem Vorjahr um rund 10% auf etwas über 26 tCO2e zu.

 

Pendelverkehr

Zur Ermittlung der Emissionen für den Arbeitsweg sowie aus Homeoffice-Tätigkeiten erheben wir regelmässig eine Pendelverkehrsumfrage mittels eines Onlinefragebogens. Eine solche Umfrage war zuletzt im Jahr 2023 durchgeführt worden. Für 2025 passten wir die Mitarbeitendenzahlen an, um auf der Basis der Umfrageergebnisse von 2023 eine Hochrechnung zu erstellen. Die meisten Pendelkilometer der Geschäftsstelle in Zollikofen wurden demnach mit dem Privatauto zurückgelegt – rund 60%. Das bedeutete Emissionen von rund 42 tCO2e. Die restlichen 40% der Pendelkilometer mittels öV, Fahrrad oder zu Fuss verursachten nur rund 2 tCO2e. 

Im Vergleich dazu ist das Pendelverhalten an der Geschäftsstelle in Mailand, zu dessen Ermittlung 2025 eine Umfrage durchgeführt wurde, gerade gegensätzlich. Die Geschäftsstelle der Tochtergesellschaft SQS Italia S.r.l. befindet sich an zentraler Lage nahe dem Hauptbahnhof, dementsprechend nutzen viele Mitarbeitende den öV. Es wurden 2025 nur rund 3% der Pendelkilometer mit Privatautos zurückgelegt, der Rest mit öV, Fahrrad oder zu Fuss. Als Folge dessen beschränkten sich die Emissionen für den Pendelverkehr in Mailand auf rund 2.5 tCO2e inklusive Emissionen aus Homeoffice-Tätigkeiten.

Für das Jahr 2026 ist eine Pendelumfrage für beide Standorte geplant, um so mögliche Veränderungen in der nächsten Bilanzierungsperiode abbilden zu können. 

 

Transport von Kundinnen und Besuchern

Zurzeit berücksichtigen wir nur die Emissionen, welche durch die An- und Abreise zur Teilnahme an unseren Seminaren anfallen (s. oben). Insgesamt nahmen 2025 an den Seminaren in der Schweiz rund 640 und in Italien 140 Personen teil. Basierend auf den erhobenen Daten entspricht dies einer geschätzten Emissionsmenge von insgesamt knapp 6.5 tCO2e. In der Schweiz fährt rund ein Drittel der Personen mit dem PKW an unsere Seminare, verursacht dabei aber fast 90% der Emissionen (3.5 tCO2e). Die verbleibenden zwei Drittel, die mit dem öV anfahren, emittierten nur knapp 0.4 tCO2e. Die Annahmen zum Pendelverhalten in Italien sind identisch mit jenen aus der Schweiz. Die Emissionen, welche durch die Webinare entstehen (zum Beispiel durch den Energieverbrauch), werden zurzeit nicht erhoben.