3.3 Diversität und Gleichstellung
Belegschaftsstruktur und -dynamik
Die SQS wird durch gesellschaftliche Trends sowie spezifische Anforderungen im Kerngeschäft herausgefordert. Dazu gehören stetig wachsende regulatorische Anforderungen durch Standardgeber sowie ein sich abzeichnender Generationenwechsel bei unseren Auditorinnen und Auditoren. Per Ende 2025 waren knapp 60% unserer festangestellten Auditorinnen und Auditoren älter als 55. Ein ähnliches Bild zeigt sich im Auditbereich auch bei den freien Mitarbeitenden.
Dies bedeutet, dass wir in den kommenden zehn Jahren einen bedeutenden Teil unserer personellen Ressourcen ersetzen müssen. Dabei gilt es, sich auf eine neue Generation von Mitarbeitenden einzustellen, welche andere Bedürfnisse an ein Arbeitsverhältnis stellt als die bisherigen.
Die steigenden Anforderungen der Akkreditierungs- und Zulassungsstellen an die Qualifikation und Unparteilichkeit der Auditierenden verringern die Zielgruppen für die Rekrutierung von Auditierenden. Dies führt unter anderem dazu, dass unser Pool an freien Mitarbeitenden stetig wächst, während die Zahl der festangestellten Auditierenden stagniert oder – je nach Bereich – sogar abnimmt.
Im Jahr 2026 werden wir deshalb Strategien entwickeln, wie wir diesen Herausforderungen aus den Perspektiven der Organisationskultur und Wirtschaftlichkeit entgegentreten.
«Auch in der Welt der Normen gilt: Jeder Kunde und jede Kundin bringt andere Anforderungen mit. Bei der SQS schätze ich, dass wir diese Vielfalt ernst nehmen und gezielt darauf eingehen.»
Laureta Krasniqi (Account Managerin)
Anteil Frauen bei den festangestellten Auditierenden
Geschlechterdiversität
Die SQS ist eine Arbeitgeberin, die für die Diversität und für die Gleichbehandlung der Geschlechter einsteht. Das Zertifizierungsgeschäft galt lange Zeit als Männerdomäne: einerseits aufgrund der intensiven Reisetätigkeit, andererseits durch die Industrielastigkeit des Geschäfts, durch die Mitarbeitende aus technischen Berufszweigen angezogen wurden. Seit 2013 ist der Anteil festangestellter weiblicher Auditierender jedoch von 8.1% auf 20.8% gestiegen. Das hat mit gezielten Anstrengungen der SQS, aber auch mit der wachsenden Bedeutung von Branchen aus dem Dienstleistungssektor zu tun.