1. Nachhaltige Unternehmensführung // 2. Geschäftsmodell und Geschäftsgang // 3. Soziales // 4. Umwelt
1.3 Ereignisse, Entwicklungen und Zielerreichung
Strategische Zielerreichung
Die SQS arbeitet mit der Balanced Scorecard als Führungs- und Bewertungsinstrument. Für jeden der vier Zielbereiche – «Finanzen», «Kunden und Märkte», «Prozesse» sowie «Mitarbeitende, Lernen und Entwicklung» – haben wir Schlüsselindikatoren (Key Performance Indicators) definiert. Das Bild, das sich anhand dieser KPI für das Geschäftsjahr 2025 zeichnen lässt, ist insgesamt positiv.
Finanzen
Das finanzielle Ergebnis des Geschäftsjahres 2025 war durchzogen. Positiv war, dass der zyklusbedingte Umsatzrückgang – 2024 war ein Rezertifizierungsjahr gewesen – mit 3.3% moderat und im Rahmen der Erwartungen ausfiel. Allerdings fiel auch die EBITDA-Marge, von 3.1% im Vorjahr auf 2.9%. Die Kosten konnten also nicht ganz der veränderten Ertragslage angepasst werden. Die beiden wichtigsten Kostentreiber waren – nach wie vor – die Implementierung des MS Dynamics 365 als neues System für das Enterprise-Resource-Planning (ERP) und das Customer-Relationship-Management (CRM) sowie das regulatorische Umfeld. Diese strategische Investition verlief nach Plan. Sie ist entscheidend, um unsere Effizienz wieder zu steigern und unsere Mitarbeitenden im administrativen Alltag zu entlasten. Die Anforderungen der staatlichen Akkreditierungs- und privaten Zulassungsstellen führen zu einem – gerade im Verhältnis zum kleinen Markt Schweiz – grossen und wachsenden Verwaltungsaufwand. Zudem schränken diese Stellen im Namen der Unparteilichkeit und Qualifikationsanforderungen die Möglichkeiten ein, Auditierende in vielfältigen Scopes einzusetzen. Das mindert die Skaleneffekte, verschärft den Fachkräftemangel und treibt so die Kosten an.
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KENNZAHLEN |
Ergebnis 2025 |
Zielerreichung |
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F1 |
Umsatz |
CHF 49.0 Mio. |
l |
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F2 |
EBITDA (Betriebsergebnis I) |
CHF 1.4 Mio. |
l |
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F3 |
EBITDA-Marge |
2.9 % |
l |
Kundschaft und Märkte
Erfreulich waren die Resultate im Bereich «Kunden und Märkte». Die Kundenzufriedenheit konnte auf hohem Niveau gehalten werden. Das ist gerade für unsere Positionierung als Premium-Anbieterin bedeutsam: Wir versprechen unseren Kundinnen und Kunden nicht nur Anerkennung und Marktzugänge mittels glaubwürdiger Zertifikate. Darüber hinaus wollen wir sie mit einem «Dialog auf Augenhöhe» auf dem Weg der kontinuierlichen Verbesserung unterstützen. Positiv war im Berichtsjahr ebenso, dass wir nur knapp unter den hochgesteckten Akquisitionszielen blieben. Die Dienstleistungen der SQS stossen somit auf eine rege Nachfrage – sowohl bei den Hauptnormen ISO 9001, ISO 14001, ISO/IEC 27001 und ISO 45001 als auch bei branchenspezifischen Normen und Standards. Dank 628 Neukunden konnte die ohnehin breite Kundenbasis nochmals ausgeweitet werden. Dass mehr als jedes zweite ausgestellte Angebot zu einem Abschluss führte, zeugt zudem von einem professionellen und effizienten Account-Management.
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KENNZAHLEN |
Ergebnis 2025 |
Zielerreichung |
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K1 |
Kundenzufriedenheit mit Auditierenden |
4.6 |
l |
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K2 |
Neue Kundenmandate |
867 |
l |
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K3 |
Hitrate (Abschlüsse in % der ausgestellten Angebote) |
> 50% |
l |
Prozesse
Die Prozesslandschaft der SQS hat sich im Berichtsjahr bewährt. Das Prozessmanagementsystem QM-Pilot enthält unsere gesamte Vorgabedokumentation und spiegelt unsere Arbeitsweise und -prozesse des Alltags. Die Prozesse sind zudem auf der Grundlage einer neuen High-Level-Prozessorganisation sowie im Rahmen der D365-Entwicklung laufend überprüft und bei Bedarf angepasst worden. Sowohl die internen Audits als auch jene durch die Akkreditierung und andere Zulassungsstellen führten zu erfreulichen Ergebnissen. Zu erwähnen ist insbesondere das mehrtätige Peer-Assessment, das ein Auditteam von IQNET im September durchführte. Es ordnete die SQS bezüglich aller 31 Kriterien den Stufen 3 oder 4 (von 4) zu. Bezüglich 9 Kriterien wurde die SQS in diesem Netzwerk der weltweit führenden Konformitätsbewertungsstellen sogar als «best in class» eingestuft. Auch die Tatsache, dass es 2025 keinen einzigen Einspruch gegen unsere Zertifizierungsentscheide gab, zeugt von funktionierenden Prozessen sowie kompetenten und gewissenhaften Mitarbeitenden. Die Produktivität der Auditierenden lag mit einem Wert von 91 erneut leicht unter der Zielsetzung. Angesichts der gestiegenen regulatorischen Anforderungen gaben wir bewusst der Auditqualität und Gesundheit unserer Mitarbeitenden den Vorrang vor quantitativer Effizienz. Prozessoptimierungen durch unser künftiges ERP-System werden mittelfristig für Entlastung sorgen.
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KENNZAHLEN UND KRITERIEN |
Ergebnis 2025 |
Zielerreichung |
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P1 |
Produktivität A fest |
durchschnittliche Audit- u. Reisezeit pro Auditierende(n) und Monat |
l |
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P2 |
Technische Compliance |
keine Suspendierung oder Sanktion |
l |
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P3 |
Organisatorische Compliance |
laufende Überprüfung mit und durch die Revisionsstelle |
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Mitarbeitende, Lernen und Entwicklung
Mit der Schaffung der Abteilung «Organisationsentwicklung und Human Resources» wurden 2025 auch die Führungskennzahlen angepasst. Die qualitativen Indikatoren, die alle zwei Jahre mittels der Mitarbeitendenumfrage evaluiert werden, bleiben weiterhin relevant. Das Gesamtergebnis der Umfrage 2025 darf als positiv bezeichnet werden: Die SQS konnte die Zufriedenheit und die Zuversicht der Mitarbeitenden im Vergleich zu 2023 steigern und profitiert weiterhin von einem hohen Engagement seitens der Arbeitnehmenden. Zur detaillierten Einschätzung und den Auswirkungen der Ergebnisse vgl. das Kapitel 3.1. Besonderes Augenmerk legten wir auf die Belastungssituation unserer Mitarbeitenden. Zusätzlich zu den in der Umfrage erhobenen Kennzahlen berücksichtigen wir ab 2025 die nicht bezogenen Ferienguthaben, die Fehltage aufgrund Krankheit sowie die Überzeit der Mitarbeitenden.
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KENNZAHLEN UND KRITERIEN |
Entwicklung und Zielerreichung |
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M1-M5 |
Einstellung und Zufriedenheit der Mitarbeitenden |
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M6 |
Ferienguthaben per 31.12. (Basisjahr 2024) |
Die offenen Ferienguthaben pro Mitarbeiter:in betrugen Ende 2024 durchschnittlich 7,35 Tage. Ende 2025 betrug der Saldo 4,61 Tage. Die angestrebte Reduktion wurde erreicht. Für 2026 wird eine weitere Reduktion angepeilt. |
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M7 |
Fehltage aufgrund von Krankheit (Basisjahr 2024) |
Die Gesamtanzahl Fehltage aufgrund von Krankheit lag 2025 bei 536 Tagen (Absenzen mit weniger als 30 Fehltagen) bzw. 619 Tagen (Absenzen mit mehr als 30 Fehltagen, also Langzeitabwesenheiten). Die Vorjahreszahlen betrugen 992 bzw. 469. Erfreulich ist, dass die für das Arbeitsklima aussagekräftigere erste Kennzahl massiv reduziert werden konnte. Für 2026 wird eine Reduktion beider Werte angestrebt. |
Ereignisse und Entwicklungen
Das Jahr 2025 war sowohl von Kontinuität als auch weitreichenden Veränderungen geprägt. Die SQS setzte wegweisende Massnahmen um, die sie im Vorjahr beschlossen hatte. Während der Wandel der Organisation beabsichtigt und mit Augenmass vorangetrieben wurde, war das Umfeld von Turbulenzen und Ungewissheit geprägt. Wesentlicher Treiber dieser Ungewissheit waren veränderte geopolitische und handelspolitische Rahmenbedingungen sowie die rasante Verbreitung von künstlicher Intelligenz. Die Entwicklungen im Umfeld erfordern von der SQS keinen neuen, sondern die konsequente Fortsetzung des eingeschlagenen Wegs.
In den ersten Jahrzehnten nach ihrer Gründung im Jahr 1983 verzeichnete die SQS ein starkes, organisches Wachstum, wobei die dezentrale Ausrichtung der Organisation eine grosse Nähe zum Markt und den Kunden erlaubte. Aus dieser Organisationsform und -entwicklung ergaben sich aber auch Nachteile. Die SQS erreichte in vielerlei Hinsicht eine kritische Grösse, die eine Anpassung von Strukturen und Prozessen nötig machte – vergleichbar mit einem Baum, dessen Stamm im Verhältnis zu den wachsenden Ästen mit ihren zahlreichen schweren Früchten nachhaltig gestärkt werden muss. Mehrere Faktoren innerhalb und ausserhalb der SQS haben den organisatorischen Handlungsbedarf verstärkt:
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das Wachstum des Marktes für Zertifizierungen nach ISO-Managementsystem-Normen (das Kerngeschäft im strategischen Geschäftsbereich 1) hat sich nach dem Boom in den 1990er- und 2000er-Jahren konsolidiert;
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das Wachstum des Marktes für Zertifizierungen nach Spezialnormen (zum Beispiel im Automobil-, Lebensmittel-, Luftfahrt-, Schienenfahrzeug- und Medizinaltechnik-Bereich) erfordert eine Spezialisierung, die den variablen Einsatz der Auditierenden in vielfältigen Bereichen einschränkt und einen (zusätzlichen) Kosten- und Effizienzdruck auslöst;
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die Spezialisierung und die demografische Entwicklung der SQS-Belegschaft haben den allgemein bestehenden Fachkräftemangel verschärft, was höhere Anforderungen an die Personalrekrutierung, -betreuung und -entwicklung mit sich bringt;
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die wachsenden Anforderungen seitens der Akkreditierungs- und Zulassungsstellen haben zu einem erhöhten Verwaltungsaufwand geführt;
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der Markt für die Bewertung und Verifizierung nachhaltiger Unternehmensführung (strategischer Geschäftsbereich 2) befindet sich in einem frühen Entwicklungsstadium, in dem sich die SQS gegenüber neuen Zielgruppen als Dienstleistungsanbieterin positionieren und bekannt machen muss;
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der Megatrend der Digitalisierung und die beschleunigte Anwendung künstlichen Intelligenz verlangen von Organisationen eine grundlegende Weiterentwicklung mit Anpassungen in allen Bereichen.
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Geopolitische Veränderungen in der internationalen Handelsordnung wirken sich auch auf das Normensystem aus. Da ISO-Normen jedoch weniger stark politischen Schwankungen unterliegen als beispielsweise tarifäre Handelsregeln, können sie als verlässliche Basis für das Funktionieren der globalen Wirtschaft künftig weiter an Bedeutung gewinnen und Verlässlichkeit schaffen.
Um dem veränderten Marktumfeld Rechnung zu tragen und die SQS zukunftsfähig aufzustellen, wurden 2025 zahlreiche strategische Weichenstellungen aus dem Vorjahr konsequent umgesetzt. In diesem Zuge etablierten sich die neu geschaffenen bzw. weiterentwickelten Abteilungen «Organisationsentwicklung und Human Resources», «Finanzwesen, Controlling und Reporting» und «Marketing, Public Affairs und Verkauf» positiv. Die vier neuen «Operations»-Bereiche (Deutschschweiz, Romandie, Tessin und Italien) werden je durch ein Mitglied der Geschäftsleitung geführt und so zentral koordiniert. Der neue Fachbereich «Nachhaltigkeitsdienstleistungen» fungierte als Kompetenzzentrum und Koordinationsstelle für interne Projekte sowie für die Verwaltung und Entwicklung des Produktportfolios auf diesem Themengebiet.
Massnahmenschwerpunkt «digitale Verantwortung»
Die SQS bearbeitet die digitale Verantwortung und Infrastruktur seit mehreren Jahren als strategische Themen, die mit Herausforderungen und Chancen verbunden sind.
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Herausforderungen: Wir arbeiten mit sensiblen Daten, insbesondere Kundendaten. Um diese noch besser zu schützen, führten wir 2025 drei zentrale Sicherheitslösungen ein: Azure Virtual Desktop (AVD) bietet eine geschützte Arbeitsumgebung für externe Mitarbeitende und BYOD-Nutzer – mit vollem Funktionsumfang, aber klarer Trennung von privaten Daten. Microsoft Purview unterstützt bei der Klassifizierung und dem Schutz vertraulicher Informationen und ermöglicht eine sichere Lenkung der Datenflüsse. Das Zero-Trust-Modell stellt sicher, dass nur verifizierte Geräte und Identitäten Zugriff auf SQS-Ressourcen erhalten – unabhängig vom Standort oder Netzwerk. Allerdings: Softwarelösungen und Managementsysteme für Informationssicherheit sind nur dann wirksam, wenn die Mitarbeitenden sich ihrer individuellen Verantwortung bewusst sind und gewissenhaft wahrnehmen. Deshalb informierten und schulten wir die Mitarbeitenden an verschiedenen Veranstaltungen.
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Chancen: Wir arbeiteten weiterhin intensiv an der Implementierung eines Systems für das ERP und das CRM auf der Grundlage der Software Microsoft Dynamics 365 (D365). Die Neuausrichtung des Projektes Ende 2024 erwies sich als richtig, an der geplanten Inbetriebnahme 2026 wird festgehalten. Während das Projekt aktuell als Kostenfaktor in der Erfolgsrechnung erscheint, ist es die zentrale Voraussetzung, um unsere Auditierenden künftig von administrativen Routineaufgaben zu entlasten und die Produktivität nachhaltig zu steigern. Eine kommerzielle Chance bietet die steigende Nachfrage nach Zertifizierungen von Informationssicherheits-Managementsystemen nach der ISO/IEC 27001:2022 und weiteren Normen der ISO/IEC 27000-Familie. Zertifizierungen nach der ISO/IEC 27001 sind mittlerweile unser viertwichtigstes Produkt, nach Zertifizierungen von Qualitäts-, Umweltmanagementsystemen sowie Managementsystemen für Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit. Steigende Anforderungen an einen sicheren, transparenten und verantwortungsvollen Umgang mit künstlicher Intelligenz dürften die Nachfrage nach Zertifizierungen gemäss der ISO/IEC 42001:2023 für KI-Managementsysteme befeuern. Deshalb trieben wir 2025 unsere Akkreditierung für diese Norm voran. Da Informationssicherheit eine Voraussetzung für einen verantwortungsvollen Umgang mit KI ist, profitiert auch die ISO/IEC 27001 von dieser Marktentwicklung.
International führende Konformitätsbewertungsstelle
IQNET ist das globale Netzwerk führender Konformitätsbewertungsstellen (KBS). Die SQS ist Gründungsmitglied und exklusive Partnerin von IQNET in der Schweiz. Das Netzwerk zeichnet sich unter anderem durch anspruchsvolle periodische Peer-Assessments der angeschlossenen KBS durch. Im September auditierte ein dreiköpfiges IQNET-Team die SQS während zwei Tagen. Es stellte keine Abweichungen fest und ordnete die SQS bezüglich aller 31 Kriterien den Stufen 3 oder 4 (von 4) zu. Bezüglich der folgenden 9 Kriterien wurde die SQS sogar als «best in class» eingestuft:
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Im Bereich «Sustainability and Governance»: «Strategy and Sustainability Focus» und «Business Objectives»
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Im Bereich «Business Management»: «Management Review», «Context, Stakeholders and Partnerships» und «Budgeting and Financial Management»
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Im Bereich «Product Portfolio»: «Management of Product Portfolio» und «Design, Development and Innovation»
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Im Bereich «Marketing and Communication»: «IQNET Promotion» und «IQNET Cooperation and Recognition»
Als besonders vorbildlich (Best Practice) wurden der Prozess der Produktentwicklung und -vermarktung, die Mitarbeitendenumfrage, die Integration von Marketing, Kommunikation und Public Affairs, die Unternehmensberichterstattung sowie der politische Beirat bewertet. Dass die Auditierenden die SQS in vielerlei Hinsicht als führend oder beispielhaft wahrnahmen, ist der Erfolg der in den letzten Jahren geleisteten Anstrengungen.
Liquidation der SQS Deutschland GmbH
Im Berichtsjahr beschloss der Vorstand, die 2021 gegründete Tochtergesellschaft SQS Deutschland GmbH mit Sitz in Konstanz aufzulösen. Bereits 2024 war entschieden worden, aufgrund politischer und regulatorischer Entwicklungen auf die Notifizierung der SQS Deutschland GmbH im Bereich der Medizinaltechnik zu verzichten und das Produktportfolio im Bereich Nachhaltigkeit zur schweizerischen Muttergesellschaft zu verschieben.
Die SQS hat den statuarischen Auftrag, den Wirtschaftsstandort und die Leistungsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft nachhaltig zu stärken. Unser Fokus liegt dabei bewusst auf den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Sie machen nicht nur knapp 90% unserer Kundschaft aus, sondern profitieren in besonderem Masse von unseren Dienstleistungen. Um unserer Rolle als verlässliche Partnerin der Schweizer KMU-Wirtschaft gerecht zu werden und die Interessen unserer Mitglieder gezielt zu fördern, haben wir auch im Jahr 2025 richtungsweisende Massnahmen umgesetzt:
«ISO-Normen in Zeiten des Protektionismus: Bedeutung für und Rolle der Schweiz»
Zu diesem aktuellen und relevanten Thema führten wir am 24. Juni 2025 im Rahmen unserer Mitgliederversammlung in Zollikofen eine öffentliche Diskussionsveranstaltung durch. Die Referate hielten Jean-François de Saussure, der Schatzmeister der Internationalen Organisation für Normung (ISO) und ex-CEO von Caran d’Ache, Lukas Keller, der CEO der Schweizerischen Normen-Vereinigung, und Simone Wyss, die CEO von Switzerland Global Enterprise. Unter den rund 40 Teilnehmenden befand sich auch Anja Simma, die neue Leiterin der Schweizerischen Akkreditierungsstelle.
SQS-Rendezvous
Am 29. Oktober 2025 führten wir im Hotel Schweizerhof in Bern das zweite SQS-Rendezvous durch, eine Diskussions- und Netzwerkveranstaltung für unsere Mitgliedsorganisationen. Das Thema war «Effizient compliant, effektiv nachhaltig: Lösungen für KMU». Die Ziele waren:
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der Informations- und Wissensaustausch zu Markt und Rahmenbedingungen mit strategischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern unserer Mitgliedsorganisationen;
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die Stärkung unserer Reputation als legitime und kompetente Organisation bezüglich der Themen «gute Regeln für reibungslose Märkte (Normen, Standards und staatliche Regulierung)», «Marktzugänge und Anerkennung durch glaubwürdige Bewertungen und Zertifizierungen» sowie «KMU und Nachhaltigkeit (Anforderungen, Instrumente und Befähigung)»;
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die Bedürfnisse und Ressourcen unserer Mitgliedsorganisationen besser kennen und den Boden für mögliche Kooperationen bereiten.
15 Mitgliedsorganisationen nahmen teil. Der Geschäftsführer der AcuMax Med AG erläuterte, warum und mit welchem Erfolg das kleine Familienunternehmen aus Bad Zurzach den neuen Sustainability Performance Standard der SQS angewandt hatte. Der Vizepräsident von KUNSTSTOFF.swiss stellte eine exemplarische Wesentlichkeitsanalyse vor, die der Verband, die SQS und die Universität St.Gallen gemeinsam erarbeitet hatten. Deren Ziel war es, kunststoffverarbeitende KMU bei der nachhaltigen Unternehmensführung und insbesondere der Nachhaltigkeitsberichterstattung zu unterstützen.
SQS-Unternehmensforum
Am 6. November führten wir im Baur au Lac in Zürich das zweite SQS-Unternehmensforum durch, eine exklusive C-Level-Veranstaltung für unsere Kundinnen und Kunden. Das Thema hiess «Nachhaltige und resiliente Wertschöpfungsketten: Kommunikation und Kooperation zwischen Grossunternehmen und KMU». Die Ziele waren:
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Stärkung von Kundenbeziehungen auf Stufe Verwaltungsrat/Geschäftsleitung;
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Erlöse steigern/sichern durch eine langfristige Bindung, Cross-Selling und einen Dialog auf Augenhöhe;
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unsere Kundinnen und Kunden als Multiplikatoren und für Marketingaktivitäten gewinnen;
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Marktkenntnisse erwerben durch einen zielgerichteten und strukturierten Dialog über Kundenbedürfnisse und Marktentwicklungen.
Es nahmen knapp 20 CEO oder andere strategische Entscheidungsträgerinnen und -träger aus der SQS-Kundschaft teil. Indizien für eine erfolgreiche Durchführung waren die positiven Rückmeldungen; die Qualität der Kommunikationsinhalte aus der und über die Veranstaltung sowie die Resonanz, die sie auslösten.
Public Affairs
Der Bereich Public Affairs bearbeitete im Berichtsjahr drei Hauptdossiers: die Nachhaltigkeitsberichterstattung, die KI-Regulierung und das Paket zur Stabilisierung und Weiterentwicklung des bilateralen Wegs (Bilaterale III). Im Bereich der Nachhaltigkeitsberichterstattung wurden insbesondere auch die politischen und regulatorischen Entwicklungen in der EU beobachtet. Was die KI-Regulierung anbelangt, konnten wichtige Kontakte zur Bundesverwaltung auf- und ausgebaut werden. Die SQS bereitete sich so auf die Mitwirkung an der für 2026 geplanten Vernehmlassung vor. Mit einer Stellungnahme brachte sich die SQS auch in die Vernehmlassung zu den Bilateralen III ein.
Beobachtung und Pflege des Zertifizierungsmarktes
Unsere Zertifizierungen stiften nur im Rahmen eines funktionierenden Systems ihren vollen Nutzen. Dazu gehört insbesondere, dass die Marktteilnehmenden transparent und redlich darüber informiert werden, ob ein Zertifikat akkreditiert ist. Nicht akkreditierte Zertifikate sind legal und legitim. Allerdings muss am Markt klar kommuniziert werden, dass die ausstellende KBS nicht daraufhin geprüft wird, ob sie den hohen Anforderungen der Akkreditierung genügt. Dadurch ist nicht gewährleistet, dass ihre Zertifikate die Qualität, Glaubwürdigkeit und weltweite Anerkennung haben, die akkreditierten Zertifikaten – wie jenen der SQS – zu eigen sind. Aufgrund unseres statuarischen Auftrags und in unserer Rolle als führende KBS der Schweiz beobachteten wir deshalb auch 2025 den Markt. Wir wiesen andere KBS auf irreführende oder gar illegale Praktiken hin und informierten Marktteilnehmende über das Wesen und den Wert der akkreditierten Konformitätsbewertung. Im Sinne der Marktpflege und Qualitätssicherung waren wir auch die treibende Kraft hinter den sogenannten CB-Roundtables, einem losen Austausch zwischen den CEO der akkreditierten KBS in der Schweiz.