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Geglücktes Qualitätsforum

550 Gäste aus der ganzen Schweiz besuchten das SQS-Forum «Qualität ist, was das Leben reizvoll macht». Sie erlebten am 16. Oktober im Luzerner KKL einen vielseitigen und vergnüglichen Nachmittag.

«Paradies ist eigentlich die Bezeichnung für eine Welt, die keine Qualitätsprobleme kennt», sagte der Philosoph Peter Sloterdijk in seiner vor Witz und Assoziationen sprühenden Rede. Gewohnt eloquent spannte er den Bogen weiter zu unserem heutigen, zunehmend meritokratischen Wirtschafts- und Gesellschaftsverständnis, in welchem sich Qualität als melioratives Regulativ etabliert hat.

Anton Lauber, CEO der Schurter AG zeigte, was Qualität in der Praxis bedeutet und gab Tipps, wie man die steigenden Ansprüche von Kunden befriedigen kann. Spitzenleistungen, welche das Unternehmen mittlerweile auch für Anwendungen im Weltraum vermarktet, seien vor allem durch motivierte, gut ausgebildete Mitarbeitende zu erreichen. Vorbildlich verhält sich das Luzerner Unternehmen auch gegenüber seinen Lehrlingen: falls sie nach der Lehre nicht übernommen werden können, werden sie solange behalten, bis sie ihre erste Stelle gefunden haben.

Eindrücklich illustrierte Botschafter Martin Dahinden, dass Qualität sogar lebenswichtig werden kann: In Kambodscha musste er einst ein Gebiet begehen, das kurz zuvor von Minen geräumt wurde. Mangelnde Sorgfalt der Minenräumer hätte seinen Tod bedeutet. Zum Qualitätsprofil von Diplomaten gehörten hohe Sozialkompetenz, sozio-kulturelle Sensibilität und ausserordentliche sprachliche Fähigkeiten. Und zu einer erfolgreichen, diplomatischen Umsetzung der politisch vorgegebenen Ziele brauche es die konsequente Anwendung des AKV-Prinzips: Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung von Mitarbeitenden sollen sich decken.

In einem mitreissenden Referat betonte Aeronaut Bertrand Piccard, dass man immer wieder Balast über Bord werfen und Neues wagen muss, um weiterzukommen – nicht nur im Ballon, sondern auch in der Firma und im Privatleben. Es gelte, die günstigen Winde zu finden, die einen zum nächsten Ziel führten. Piccard plädierte engagiert dafür, die Herausforderung einer sich nachhaltig zu entwickelnden Gesellschaft anzunehmen. Die steigere die Lebensqualität auf unserem empfindlichen Planeten.

Die anspruchsvollen Referate wurden mit einer musikalischen Sketch-Einlage erfrischend aufgelockert.

Abgerundet wurden die Präsentationen vom Flötisten der Wiener Symphoniker, Raphael Leone, der zusammen mit Mitgliedern des Hugo Wolf Quartetts Stücke von W.A. Mozart spielte. Auch die Zugabe – ein Piccolo-Spiel aus „Die Entführung aus dem Serail“ – vermochte die Zuhörer zu begeistern.

Zum Schluss des Anlasses überreichte die SQS dem Aargauer Unternehmer Markus Michel ein Zertifikat für das erfolgreich eingeführte und jüngst zertifizierte Arbeitssicherheitssystem nach OHSAS 18001 der Adrian Michel AG – das 10‘000-ste von der SQS ausgestellte Zertifikat. - Und Alexandre Seravalli nahm für die in Moutier beheimatete Firma Verres Industriels SA das 1000ste SQS-Zertifikat im Umweltmanagement entgegen.

Schliesslich wurde ein hervorragender Apéro Riche mit erlesenen Getränken für das Wohlbefinden der zahlreichen Gäste im blumengeschmückten Luzerner Saal gereicht.

Umrahmt wurde das Forum von zahlreichen Sinnsprüchen, welche in einem Aphorismen-Band zusammengestellt und als gebundenes Buch allen Teilnehmern nach dem Forum zugeschickt wurden. Bspw. „Die Qualität des Alltags zu beeinflussen - das ist das Höchste der Künste“ (H.D. Thorau). Und last but not least gibt’s einen Bildschirmschoner mit allen Sprüchen, der das gelungene Forum nachhaltig in Erinnerung hält.


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