BSV-IV 2000

BSV-IV 2000

Zertifizierung von Behinderteninstitutionen

Motivation

Mit der Umsetzung des NFA (neuer Finanzausgleich) ist die Verantwortung zur Ausschüttung von verfügbaren finanziellen Mitteln vom BSV zu den Kantonen übergegangen. Damit obliegt den Kantonen neu auch die Aufsichtspflicht. Die Behinderteninstitutionen sehen sich dadurch mit unterschiedlichen Forderungen konfrontiert. Dennoch werden die Qualitätsstandards des BSV (definiert im Anhang 2 des Kreisschreibens, gültig seit Januar 2000) zurzeit von noch sechs Kantonen nach wie vor als Mindestanforderung an die Qualitätssicherungssysteme von subventionierten Betrieben verlangt. Die SQS ist als akkreditierte und überprüfende Stelle anerkannt.

Wirkung

Durch die Abbildung der Prozesse im Rahmen der Zertifizierung erhöhen Institutionen die Transparenz, verbessern die Dokumentation, optimieren ihre Leistungen und sparen Kosten ein. Das Vertrauen in die Leitung wird sowohl im Innern der Institution als auch gegenüber externen Anspruchsgruppen gestärkt.

Zielgruppen

Behinderteninstitutionen wie Wohnheime, geschützte Werkstätten, Tagesstätten etc.

Gültigkeit

3 Jahre - im Sinne der kontinuierlichen Weiterentwicklung findet jährlich ein Aufrechterhaltungsaudit und nach 3 Jahren ein Rezertifizierungsaudit statt.

Anerkennung

Die SAS (Schweizerische Akkreditierungsstelle) beendet Ende 2016 die Akkreditierung. Deshalb stellt die SQS ab 2014 Zertifikate aus, welche nicht mehr unter der Aufsicht der Akkreditierung stehen. Das Auditverfahren wird nach wie vor analog den Akkreditierungsregeln durchgeführt.

Kombinationen

Durch die Kombination mit ISO 9001 (Qualitätsmanagement), ISO 14001 (Umweltmanagement) und OHSAS 18001 (Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz) ausbaubar zum integrierten Führungssystem, welches umfassende Mehrwerte schafft.
Informationen
Peter Mollet